Häufige Fragen zu T5. Hier finden Sie die Antworten...

Was ist T5?

Die T5 (wegen ihrer 16 mm Durchmesser auch T16 genannt) ist die aktuelle und effizienteste Generation an Leuchtstofflampen. Sie wurde Ende der 90er Jahre als Nachfolge-Technologie zur T8 (26mm Durchmesser) auf den Markt gebracht, setzte sich aber trotz der viel höheren Effizienz und vieler anderer Vorteile nur langsam durch, da sie sowohl vom Sockel (G5) als sich von der Länge 1449 statt 1500,mm) nicht kompatibel zu T8-Leuchten ist. Sie kann zudem weder mit einem KVG/VVG betrieben werden, noch mit dem EVG der T8. 

Zuletzt aktualisiert am 19. April 2016 von Venne Media.

Macht im LED-Zeitaltem die T5 denn überhaupt noch Sinn?

Mit einer Lichtausbeute von um die 100 lm/W ist die T5 ein bis heute sehr effizientes Leuchtmittel und gehört noch lange nicht "zum alten Eisen". Ob die T5-Technologie für Sie Sinn macht hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dies sind vor allem: 

  1. Umgebungstemperatur
  2. Investitionsrahmen
  3. Betriebsstunden

Die optimale Betriebstemperatur der T5 liegt um 10° höher als bei der T8, also bei 35°. Sie mag es also nicht wenn es zu kalt ist. In Außenbereichen oder z.B. in Kühllagern ist T5 nicht anzuraten. Haben Sie allerdings eher hohe Temperaturen, wo es für eine LED bereits kritisch wird ist die T5 eine echte Alternative.

Wer vor allem auf die Investitionskosten schaut kommt an T5 nicht vorbei. Ob Rastereinbauleuchte für das Büro oder Feuchtraumwannenleuchte für die Tiefgarage, ob Lichtband oder Hallenflächenleuchte. Entsprechenden LED-Leuchten sind um das zwei- bis dreifache teuerer!  

Die Betriebsstunden sind oftmals entscheiden wenn Sie die Entscheidung für T5 oder LED treffen müssen. Die LED verbraucht etwas weniger Strom als die T5. Ist dafür aber teuerer. Faustregel: bei hohen Betriebsstunden (über 5.000 h) und auch in der Langfristbetrachtung ist die LED fast immer wirtschaftlicher.

Ein Beispiel:

Halle 1 - Produktion, 3 Schicht-Betrieb, ideale Lösung: LED-Lichtband.

Halle 2 - Lager mit relativ wenig Bewegung, 1-Schicht-Betrieb, ideale Lösung: T5-Lichtband mit Präsenzmelder.  

 

Zuletzt aktualisiert am 19. April 2016 von Michael Leeuw.

Was ist der Vorteil gegenüber LED-Röhren?

Der wesentliche Vorteil eines T5-Systemadapters gegenüber einer LED-Röhre liegt darin, dass Sie auf ein Standardleuchtmittel umrüsten. Außerdem können Sie Reflektoren für verschiedene Lichtpunkthöhen einsetzen. Keine LED-Röhre ist in der Lage, das Licht aus z.B. 10m Höhe nach unten zu bringen. Und benötigen Sie beispielsweise einen besonders hohen Farbwiedergabeindex ist es kein Problem eine T5 mit 965er Lichtfarbe einzusetzen. Eine LED-Röhre mit CRI>90 werden Sie nicht finden!

 

   

Zuletzt aktualisiert am 19. April 2016 von Michael Leeuw.

Macht eine T5-Umrüstung denn auch bei EVG-betriebenen T8 Sinn?

Ja. Sogar sehr viel Sinn!

  1. Sind T8-Leuchten mit einem elektronischen Vorschaltgerät meist noch nicht so alt, so dass man diese noch viele Jahre nutzen kann.  
  2. Ist der Einsatz von LED-Röhren in EVG-Leuchten technisch nicht ganz unproblematisch und zudem meist teuerer als T5
  3. Gibt es mit dem T5-Umrüstsatz eine technisch solide und zudem äußerst preiswerte Lösung.  

Zuletzt aktualisiert am 11. Juli 2016 von Michael Leeuw.

Was verbraucht die T5? Wieviel spare ich konkret?

Das Leuchtmittel, welches i. d. R. die T8 ersetzt, ist eine T5 mit 35 Watt. Sie haben also als Minimum eine Reduzierung von 58 auf 35 Watt (entspricht knapp 40%). Je nach Generation und Typ des vorhandenen Vorschaltgerätes liegt der gesamte so genannte Systemverbrauch einer T8-Leuchte mit einem 58 Watt-Leuchtmittel bei ca. 61 Watt (mit EVG), 67 Watt (mit VVG) oder 73 (mit KVG). Die Systemleistung einer 35 Watt T5 mit Vorschaltgerät liegt bei rund 37 Watt, was eine reine Verbrauchsreduzierung von bis zu 48% bedeutet. Hinzu kommen Einsparungen bei den Instandhaltungskosten, da die T5 eine zwei- bis dreifache Lebensdauer besitzt.

Zuletzt aktualisiert am 19. März 2015 von Venne Media.

Habe ich mit der T5 denn auch die gleiche Lichtleistung?

Auf dem Papier besitzt die 35Watt T5 einen um rund 25% niedrigeren Lichtstrom als die 58 Watt T8.  Da die T8 jedoch bereits nach kurzer Zeit 20% und im Laufe ihres Lebens mindestens weitere 5-10% an Lichtleistung verliert, ist die T5 – welche fast keinen Leistungsverlust über ihre Lebensdauer zeigt – in der Praxis meist gleichwertig oder etwas heller.

Zuletzt aktualisiert am 19. März 2015 von Venne Media.

Welche Vorteile hat die T5-Technologie sonst noch?

Eine um den Faktor 2-3 (je nach Hersteller) längere Lebensdauer, einen – im Vergleich zu einer mit elektromechanischen Vorschaltgeräten betriebenen T8 – schnelleren Startvorgang sowie ein angenehmeres, weil flackerfreies Licht.

Zuletzt aktualisiert am 19. März 2015 von Venne Media.

Wenn die T5 so viel besser, ist, warum ist dieses neue Leuchtmittel dann noch so wenig verbreitet?

Weil diese Lampe nicht einfach so  in eine T8-Leuchte eingesetzt werden kann. Die T5 ist nicht nur kürzer, sondern hat auch einen anderen Durchmesser und damit eine andere Lampenfassung als die T8  (G5-Sockel). Außerdem kann sie im Gegensatz zur T8 nur ausschließlich mit einem passenden elektronischen Vorschaltgerät (EVG) betrieben werden. Mit anderen Worten: der Kunde ist gezwungen, eine neue T5-Leuchte zu kaufen und zu installieren. Ein komplett neues Beleuchtungssystem ist jedoch mit einem so großen Aufwand und so hohen Investitionskosten verbunden, das dies in der Regel erst dann gemacht wird, wenn das bestehende Beleuchtungssystem wegen ihres Alters tatsächlich ausgetauscht werden muss.

Zuletzt aktualisiert am 19. März 2015 von Venne Media.

Was ist eine T5-Adapter-Lösung?

Ein T5-Systemadapter ermöglicht es, in eine bestehende T8-Leuchte, die mit einem elektromechanischem Vorschaltgerät (KVG oder VVG) betrieben wird, eine T5-Lampe einzusetzen. Ein Komplettsystem wie der T5-Systemadapter wird als Ganzes in die T8-leuchte eingesetzt. Das System besitzt G5-Sockel für die Aufnahme der T5-Leuchstoffröhre. Das T5 EVG ist integriert. Es muss lediglich der Starter aus der Leuchte genommen werde. Das KVG verbleibt in der Leuchte. 

Zuletzt aktualisiert am 19. April 2016 von Venne Media.

Wann ist der Einsatz von T5-Adaptern sinnvoll?

Es ist grundsätzlich erst einmal dann sinnvoll, wenn (zumindest mittelfristig) der Kauf neuer Leuchten nicht geplant ist, weil die vorhandenen T8-Leuchten noch tadellos in Ordnung sind. Ist also die bestehenden Beleuchtung noch viele Jahre zu nutzen, kann ein Kunde T5-Adapter-Lösungen nutzen.

Zuletzt aktualisiert am 19. März 2015 von Venne Media.

Warum ist es sinnvoll T5-Adapter einzusetzen?

Schlicht und einfach aus einem Grund: weil es nämlich fast immer um ein Vielfaches günstiger ist, über Adapter das effiziente T5-Leuchtmittel in dem existieren Beleuchtungssystemn zu nutzen, als ein komßplett neues T5-Beleuchtungssystem zu installieren. Da man denselben Einspareffekt hat, aber zu deutlich geringeren Kosten, ist diese Investition außerordentlich wirtschaftlich. Zudem ist der Installationsaufwand sehr gering.

Zuletzt aktualisiert am 19. März 2015 von Venne Media.

Gibt es auch Gründe, die gegen den Einsatz von Adpatern sprechen?

Selbstverständlich gibt es auch Gründe, die gegen eine Adapterlösung sprechen. Wir möchten die Hauptgründe hier kurz auflisten:

  • Die vorhandenen Leuchten sind so marode, dass sie ohnehin bald gegen neue Leuchten ausgetauscht werden müssen.
  • Sie planen aus anderen Gründen in absehbarer Zeit ein neues Beleuchtungssystem (z. B. wegen Umbau)
  • Es handelt sich um eine gemietete Immobilie und Sie sind sich nicht sicher, ob sie diese in ein oder zwei Jahren noch nutzen können oder wollen.
  • Bei dem existierenden Beleuchtungssystem handelt es sich um besondere Leuchten mit Schutzfunktion und/oder einer speziellen Zulassung (explosionsgeschützte Leuchten, FF-Leuchten, u. ä. ), Leuchten also, welcher einer besonderen und regelmäßigen Prüfung unterliegen und durch eine Umrüstung auf T5 ihre Schutzart und/oder Zulassung verlieren würden.

Zuletzt aktualisiert am 19. März 2015 von Venne Media.

Verlieren meine Leuchten durch eine Umrüstung nicht ihre Zulassung?

Hier werden in der Diskussion erfahrungsgemäß oft einige Begrifflichkeiten und damit auch sachliche Ebenen durcheinander gebracht.

Eine Garantie, also die gesetzliche Gewährleistung des Herstellers auf dessen Leuchte (2 Jahre) besteht ohnehin nicht mehr, wenn wir über das Umrüsten von alten Leuchten reden.

Eine Zulassung besitzen nur spezielle Leuchten (explosionsgeschützte Leuchten, Fluchtweg-Leuchten, usw.). Man spricht hier von einer so genannten "bauartbedingten Zulassung". Die Einhaltung der Vorschrift wird auch regelmäßig überprüft. Hier ist sehr genau zu prüfen, ob die Art und Weise einer Umrüstung tatsächlich zulässig ist und die Leuchte nicht ihre (bauartbedingte) Zulassung durch die geplante Umrüstmaßnahme verliert.

Die Zulässigkeit eines Eingriffs in die Leuchte ist letztlich entscheidend – und zwar für Ihren Sachversicherer. Denn nur im Schadensfall wird die Frage gestellt, wer bzw. was den Schaden verursacht hat, der Betreiber, der Leuchtenhersteller oder z. B. der Hersteller des Umrüstsystems. Auch dieser sollte darum unbedingt eine entsprechende Produkthaftpflichtversicherung vorweisen können!

Ein Eingriff in die Leuchte wird stets dann problematisch oder gar unzulässig, wenn in die Leuchte technische Komponenten eingebaut werden, die von ihrer technischen Spezifikation und Funktion her nicht für eine Leuchte gebaut und damit unzulässig sind. Drehen Sie in Ihre neue Leuchte statt des Original-Leuchtmittels von OSRAM eine Philips-Röhre rein, nehmen Sie zweifelllos keinen unerlaubten Eingriff in die Leuchte vor. Auch wenn Sie ein defektes EVG von Philips durch ein entsprechendes von Vossloh ersetzen, liegt kein unzulässiger Eingriff vor. Selbst dann nicht, wenn Sie ein KVG oder VVG durch ein EVG ersetzen. Zwischen den eindeutig zulässigen und den eindeutig unzulässigen Eingriffen in eine Leuchte gibt es natürlich ein Grauzone. Und darüber wird tatsächlich in bestimmten Kreisen auch heftig debattiert. Am Ende des Tages wird im Schadensfall jedoch der Sachversicherer die Frage beantworten, ob es noch zulässig ist, für z.B. den Betrieb eines LED-Leuchtmittels in einer Leuchstoff-Leuchte statt des Starters einen "Überbrücker" einzubauen.

Zuletzt aktualisiert am 19. März 2015 von Venne Media.