Häufige Fragen zu LED. Hier finden Sie die Antworten...

Hält eine LED tatsächlich 50.000 Stunden?

Auf fast allen LED-Leuchten ist eine Lebensdauer von 50.000 Stunden angegeben. Das bedeutet nicht, dass die Leuchte auch wirklich erst nach 50.000 Stunden ausfallen darf und schon gar nicht, dass sie 50.000 Stunden gleich hell bleibt. Auch LEDs unterliegen einer so genannten Degradation. Der Lichtstromverlust ist zwar deutlich geringer als bei konventionellen Leuchtmitteln, aber er existiert und liegt meist bei 20 bis 30%. Auch Ausfälle von LEDs sind in einem gewissen Maße zu tolerieren. Die so genannte Mortalitätsrate liegt heute meist bei 10 bis 20%. Achten Sie darum auf angegebenen Werte hinter der Lebensdauerangabe. 

Zuletzt aktualisiert am 19. April 2016 von Michael Leeuw.

Was bedeuten z.B. 50.000 h L80 B10

Immer häufiger sehen Sie hinter der Angabe der Lebensdauer den L-Wert und den B-Wert. Der L-Wert sagt Ihnen, wie hoch der Lichtstromverlust der Leuchte nach der angegebenen Lebensdauer ist. "50.000 h L70" bedeutet also, dass der Hersteller zusagt, dass die Leuchten nach 50.000 Stunden noch 70% ihrer Ursprungsleuchtkraft (Lichtstrom) haben werden. Der B-Wert wiederum gibt an, wieviel Prozent der Leuchten bis zum Ende der angegebenen Lebensdauer maximal ausfallen dürfen. Das bedeutet konkret nicht unbedingt Totalausfall sonder meint vor allem das Unterschreiten des versprochenen Mindestlichtstroms. 50.000 h L80 B10 bedeute somit: nach 50.000 Stunden sollen die Leuchte noch 80% Ihres ursprünglichen Lichtstroms haben und max. 10% der Leuchten dürfen diesen Wert unterschreiten bzw. ausfallen.         

Zuletzt aktualisiert am 19. April 2016 von Michael Leeuw.

Was bedeutet CRI?

Das Kürzel CRI steht für den englischen Begriff Color Reading Index, auf deutsch: Farbwiedergabeindex. Der Farbwiedergabeindex angegeben in der Einheit  "Ra" ist eine photometrische Kennzahl, die angibt, wie realistisch Farben wiedergegeben werden, also wie nah das künstliche Licht am Tageslicht ist. Das Maximum ist Ra 100. LED-Lampen liegen meist zwischen Ra70 und R90. 

Von vielen konventionellen Leuchtmitteln, z.B. den Leuchtstofflampen kennen wir die Angabe der Lichtfarbe mit z.B. "840". Die 8 steht hier immer für Ra80 - die 40 für 4000 Kelvin, also für die Farbtemperatur (= Lichtfarbe). Auch die Hallogenhochdruckdampflampen (HQI) haben einen hohen CRI von 80. Natriumhochdrucklampen (NAV) hingehen besitzen einen sehr niedrigen CRI.      

Der Farbwiedergabeindex bezieht sich immer nur auf Lampen gleicher Farbtemperaturen.  

Zuletzt aktualisiert am 19. April 2016 von Michael Leeuw.

Was bedeutet SDCM? (McAdam-Steps)

Achtung! Jetzt wird´s richtig kompliziert. Der Wert SDCM ist eine photometrische Kennzahl für die Qualität der Farbkonsistenz einer LED. Er bemisst die Abweichung der Farbwerte einer LED innerhalb einer Serie. Darum SDCM. Das steht für Standard Deviation of Colour Matching. Auf deutsch: Standardabweichung des Farbabgleichs. Auf der Grundlage der CIE-Normfarbtafel hat ein gewisser McAdam eine Farbtafel entwickelt. Die jeweiligen Ziel-Farborte liegen innerhalb von Ellipsen. Die Abweichung vom Ziel-Farbort, dem "Ideal" sozusagen, werden in sechs Stufen (steps) bezogen auf die McAdam-Ellipsen beschrieben. Farbunterschiede innerhalb einer Stufe der McAdam-Ellipsen sind praktisch nicht vorhanden. Auch McAdam-Step 2 oder auch 3 sind vom menschlichen Augen praktisch nicht wahrnehmbar, sprich: SDCM <3 ist heute ein exzellenter Wert!  

Also kurz gesagt: je geringer der SDCM-Wert, umso geringer die wahrnehmbaren Farbunterschiede innerhalb einer Serie von LEDs. <5 ist guter Standard. <3 ist (Stand 2016) das beste was man bekommen kann.

Im Produktionsprozess von LEDs gibt es zwangsläufig leichte Unterschiede bei der Lichtfarbe. Das Verfahren, nach dem die LEDs in verschiedenen Klassen von Farbtemperaturen sortiert werden  nennt man Binning. Je besser und sorgfältiger dies geschieht, umso geringer sind später die Farbabweichungen. Der SDCM-Wert ist somit ein Merkmal für die Qualität der LED an sich.

 

 

Zuletzt aktualisiert am 11. Juli 2016 von Michael Leeuw.

Warum ist die Temperatur bei LEDs so wichtig?

LEDs lieben es kalt. LEDs werden nicht warm. Wieso eigentlich ist bei LEDs soviel die Rede von der Temperatur? 

Das liegt daran, dass das "Leuchtmittel" LED eigentlich ein Halbleiter ist. Und der wird warm. Und vor allem: der mag keine Hitze! Sie kennen es von Prozessoren in Rechnern, die mit einem Lüfter gekühlt werden müssen. Der Fachmann spricht bei der LED von Wärmeableitung, oder Wärmemanagement. Je höher die Leistung und je enger die einzelnen LEDs auf der Platine verbaut sind, umso höher sind die Anforderungen an das Wärmemanagement, das dafür sorgt, dass die messbare Temperatur direkt an der LED, der Tc (Case-Temperature) den vom Hersteller angegebenen Höchstwert nicht überschreitet. Dies wird durch mehr oder weniger ausgeklügelte Entwärmungssysteme erreicht. Da Aluminium ein guter Wärmeleiter ist wird dieser Werkstoff bevorzugt eingesetzt.  

Und es leuchtet ebenfalls ein:  je wärmer es rund um die LED-Leuchte ist, umso schwerer ist es, die Wärme abzuleiten. Darum geben die Hersteller auch ein Maximaltemperatur an, in der die Leuchte betrieben werden darf. Dieser so genannte Ta-Wert (Ambient-Temperatur) ist entscheidend und sollte unbedingt beachtet werden!

 

Zuletzt aktualisiert am 19. April 2016 von Michael Leeuw.

Was bedeutet der UGR-Wert?

UGR steht für Unified Glare Rating, eine von der Internationalen Beleuchtungskommission CIE entwickelte und weltweit einheitliche Methode zur Bewertung der Blendung einer Leuchte. Norm-Grundlage ist in Deutschland die          DIN EN 12464-1. Je niedriger der UGR-Wert umso geringer die Blendung. Gemäß der Arbeitstättenrichtlinien sind für bestimmte Arbeitsplätze UGR-Werte vorgeschrieben.
An Bildschirmarbeitsplätzen bspw. UGR <19 . 

 

Zuletzt aktualisiert am 19. April 2016 von Michael Leeuw.

Was ist der Unterschied zwischen COB und SMD?

SMD steht für Surface Mounted Device (Oberflächenmontage Element). Hier werden die einzelnen LED-Chips verlötet, bilden mit dem Kühlkörper eine Einheit und werden dann auf die Platine aufgebracht. Die einzelnen LEDs liegen hier deutlich sichtbar weit auseinander.   

COB steht für Chip-on-Board, d.h. die LEDs-Chips werden hier direkt auf den Kühlkörper aufgebracht und über so genannte Bond-Drähte elektrisch miteinander verbunden. Die einzelnen LEDs liegen hier wesentlich dichter beieinander. Vorteil der COB-Bauweise ist die wesentlich kompaktere Form und ein homogenes Licht. Auf einer wesentlich kleineren Fläche kann also viel mehr Licht erzeugt werden. Durch die direkte Anbringung auf der Aluminium-Platte haben COBs eine bessere Wärmeableitung. Andererseits entwickelt sich durch die höhere Leistung pro Quadratzentimeter auch deutlich mehr Wärme. COBs sind im Zweifel einfacher auszutauschen als CMS-Module.         

Zuletzt aktualisiert am 19. April 2016 von Michael Leeuw.

Bei uns gibt es einen hohen Verschmutzungsgrad. Worauf muss ich achten?

Wir haben weiter oben dargestellt wie wichtig eine gute "Kühlung" ist, gerade bei Leuchten hoher Leistungsklassen, wie sie ja in der Hallenbeleuchtung in der Industrie eingesetzt werden. Wenn Sie eine relativ hohen Verschmutzungsgrad haben, sollten Sie vor allem darauf achten, dass Sie keine Leuchten einsetzen, die eine flache Bauform haben und deren Aluminium-Kühlkörper auf der Oberseite so gebaut und angebracht ist, dass sich dort der Schmutz absetzt. Vielmehr sollten Sie Leuchten mit einem geschützten bzw. einem vertikal verlaufenden Kühl-Korpus bevorzugen. Achten Sie auch darauf, dass eine gegebenenfalls notwenige regelmäßige Reinigung der Glasfront einfach möglich ist. je nach Verschmutzungsgrad ist natürlich auch auf die benötigte Schutzart zu achten. 

Zuletzt aktualisiert am 19. April 2016 von Michael Leeuw.